Sensible Schutzhülle
Gepflegte Babyhaut
Die Haut eines Säuglings ist dreimal so dünn wie die eines Erwachsenen. Kein Wunder, dass dieses empfindliche Organ besondere Bedürfnisse hat, was die Pflege anbelangt: sanft und natürlich sollte sie sein. Ein Ratgeber.
In der Geborgenheit des Mutterleibs schützt die so genannte Käseschmiere (Vernix caseosa) das ungeborene Kind vor äußeren Einflüssen. Doch ist diese Hülle nach der Geburt einmal abgewaschen, ist die junge Babyhaut nun auf sich allein gestellt. Die Schutzfunktionen, die die Haut eines Erwachsenen hat, muss sie erst einmal aufbauen. Babys Haut ist zudem wunderbar weich, da sie 20 bis 30 Prozent dünner als die Haut Erwachsener ist. Allerdings neigt sie auch zu Trockenheit, denn ihre Talgdrüsen sind noch nicht vollständig ausgebildet. Insgesamt ist die Haut eines Säuglings sehr durchlässig und somit anfällig für Schadstoffe. Daher ist es umso wichtiger, die tägliche Pflege auf die Bedürfnisse dieser feinfühligen Schutzhülle abzustimmen.
Weniger ist mehr: Pflegeprodukte
Auch wenn die Regale im Drogeriemarkt etwas anderes signalisieren: Babys benötigen anfangs nur wenige Pflegeprodukte. Cremes oder Lotionen auf Basis hochwertiger Pflanzenöle sind die richtige Wahl. Die Babyhaut erkennt die verwandten Fettsäurestrukturen der natürlichen Öle und nimmt sie leichter auf. Um den Windelbereich zu pflegen und Schmutz- oder Cremereste zu entfernen, hat sich ein unparfümiertes Pflanzenöl bewährt. Im Winter sollte ein wasserfreier Balsam, zum Beispiel eine Wind- und Wetterschutzcreme, auf dem Pflegeprogramm stehen. Denn: Enthält das Pflegeprodukt zuviel Wasser, entsteht Verdunstungskälte an der Hautoberfläche. Das bedeutet, dass Babys Hauttemperatur abkühlen oder es sogar leichte Erfrierungen erleiden kann.
Eine leichte Creme mit Pflanzenölen eignet sich ansonsten für die tägliche Pflege und bewahrt die Haut vor Trockenheit.
Und Baden?